Sonntag, 25. März 2007

Der Autor

Ich heiße Matthias Warkus und bin 1981 in der westpfälzischen Kleinstadt Kusel geboren. Ich bin promovierter Philosoph und unter anderem als Assistent der Geschäftsführung der Deutschen Gesellschaft für Philosophie tätig.
Zwar hatte ich als Kind eine Modelleisenbahn und war immer schon irgendwie interessiert an dem, was so auf Schienen fährt; ich hatte auch stets eine positive Einstellung zur Eisenbahn und bin sporadisch damit gefahren, aber systematisch damit beschäftigt habe ich mich nie. Das änderte sich mit Beginn des Studiums, das es mit sich brachte, die Strecke zwischen Neubrücke (Nahe) und Marburg (Lahn) regelmäßig im Zug zurückzulegen und auch sonst alle kleineren und größeren Strecken ohne eigenes Auto zu bewältigen. Ich entwickelte Interesse für  öffentliche Verkehrsmittel und begann, die deutschsprachigen Eisenbahngruppen im Usenet zu frequentieren, viele Fragen zu stellen und mir Informationen anzulesen. Bald darauf entwickelte sich das Bahnfahren von einer Pflichtübung zur bevorzugten Reiseart und führte mich von Marburg aus weit in alle Himmelsrichtungen - nach Norddeich, Amsterdam, Poole, Paris, Konstanz, Penzberg, Bologna, Berlin, Cottbus oder Flensburg, um nur die größten Entfernungen zu nennen. Mittlerweile war auch die Transsibirische Eisenbahn von Moskau nach Peking (und nonstop zurück) dabei, außerdem eine Dreiecksfahrt Québec-Chicago-Toronto-Québec.
Der Schwerpunkt meines politischen und wirtschaftlichen Interesses verlagerte sich ebenfalls auf den Verkehr und die Logistik. Ich begann, um mir selber eine Übersicht zu verschaffen, ein (mittlerweile eingestelltes) Verzeichnis über Eisenbahn-Bauprojekte zu führen. Das brachte mit sich, die Nachrichten zu verfolgen, und daher lese ich seit einigen Jahren einschlägige Pressedienste. Ich habe auch begonnen, Fachzeitschriften zu lesen, und 2004 sowie 2010 die weltgrößte Eisenbahnmesse InnoTrans besucht (2006 war ich leider außer Landes, 2008 mit meinem Studienabschluss beschäftigt). In der deutschsprachigen Wikipedia war ich an vielen Artikeln zum Thema Eisenbahn beteiligt.
Was mich von vielen »Eisenbahnfreunden« und »Bahnfans« unterscheidet, ist, dass mich Eisenbahn nich als Selbstzweck oder als historisches Faszinosum, sondern als sich ständig modernisierendes Verkehrsmittel, das voll in die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen unserer Gesellschaft eingebunden ist, beschäftigt. Modellbahnen, Museumsbahnen, Fahrzeuge und Stellwerke aus Kaisers Zeiten sind mir gleichgültig, sofern sie keinen Bezug zum aktuellen Betrieb haben. Ich fotografiere nur ganz selten Züge, und man wird mich nie den Formsignalen und Telegrafendrähten einer Strecke hinterherweinen sehen, wenn ihre Leittechnik modernisiert wird. Insofern kann ich auch mit großen Teilen der »Hobby-Presse«, die sich mit Eisenbahn beschäftigt, nichts anfangen, wo Bildstrecken über schmalspurige Nebenbahnen aus den 1930er Jahren, Modellbautipps und Listen mit Fotografiergelegenheiten wichtiger sind als aktuelle Berichterstattung und Hintergründe. Auch was online über die Eisenbahn geschrieben wird, verliert sich oft in den typischen Ritualen von Berichten über stillgelegte Nebenstrecken, abgestellte Lokomotivbaureihen und nostalgische Sonderzüge.
Prellblog ist mein Versuch, selber so über Eisenbahn als aktuelles und vielfältiges Thema zu berichten, wie ich es mir von vielen anderen Medien wünschen würde.

Mein privates Blog ist das mawalog.

Kommentare:

KNO hat gesagt…

Großes Lob an Dich, Ich finde diesem Themen-Blog (Bahn) sehr gelungen ...

Optisch schlicht und angemessen gehalten, die Artikel gut strukturiert, und mit gut platzierten Fotos bereichert nur weiter so ...

Johannes hat gesagt…

Du sagst dein Verzeichnis über Eisenbahnbauprojekte ist im Internet verfügbar. Hast du da mal einen genauen Link?

Danke.

mawa hat gesagt…

Einfach in der Linkspalte auf »Bahnbaustellen« klicken!

Peter hat gesagt…

Hallo Matthias, ich habe dein Angebot angenommen. Du hast nun einen festen Link in meiner Blogroll bekommen und eine ultra kurze Vorstellung im heutingen "In eigener Sache".

Christoph Moder hat gesagt…

Ein ganz tolles Blog! Als ich es entdeckt habe, musste ich gleich sämtliche Artikel durchlesen, so sehr hat es mich fasziniert. Wirklich gut geschrieben, und dabei mit etlichen Details und Fakten, die mir unbekannt waren.

Mit deiner Einstellung, Eisenbahn sei nicht etwas fürs Museum, sondern ein aktuelles Verkehrsmittel mit viel Potenzial, sprichst du mir aus der Seele. Mich regen diese Nietenzähler und Pufferküsser auf, die Dampfloks und Schrankenwärter ganz toll finden, aber im Alltag natürlich immer mit dem Auto fahren und im Internet die Fachbegriffe rauf- und runterdeklinieren, statt sich für die Zusammenhänge zu interessieren. Natürlich, in der Vergangenheit erschien die Bahn oft schwerfällig und veraltet – aber umso faszinierender ist es, zu erleben, was alles möglich ist. Beispielsweise bei einer Fahrt in einem Hochgeschwindigkeitszug, oder auch auf so mancher Privatbahn, die mit modernem Rollmaterial Erstaunliches aus einer eingleisigen, kurvigen Strecke rausholt.

Weiter so!

Christoph

mawa hat gesagt…

Lieber Christoph, vielen Dank für das Lob; es würde mich freuen, wenn du mich dann auch verlinkst und weiterempfiehlst :)